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von Simon Borowiak "Schade um den schönen Sex. Die Fortsetzung des vor ca. zwei Jahren begonnenen Romans "wer wem wen".
02
von Reif Larsen "Die Karte meiner Träume". Man sieht die Welt entstehen wie ein Kind.
03
von Kathrin Gerlof "Alle Zeit", Töchter schweigen und verzeihen nie...

Die Stammheim-Bänder von M. Schönherr

Maximilian Schönherr:

Maximilian Schönherr wurde in den 50gern in Unterfranken geboren. Schon mit 19 hatte er seine erste eigene Radiosendung im Bayrischen Rundfunk. Nach dem Abitur widmete er sich zunächst dem Studium der Physik und Mathematik in Würzburg und München, doch nebenbei produzierte er die ersten Hörspiele für den Jugendfunk des Bayrischen Rundfunks. Im Jahr 1982 bekam Maximilian Schönherr dann seine erste eigene Live-Radiosendung beim BR im so genannten Zündfunk. Zwei Jahre später wechselte er dann zum ARD Radio, wo er zunächst die "bit, byte, gebissen" entwickelte und auch moderierte. Auch heute noch schreibt und spricht Schönherr viele Beiträge im Archivradio des ARDs. 2000 bringt er ein Buch heraus über die Ästhetik und Technik von High-End 3D-Animationen. Seine Vielseitigkeit bringt Schönherr durch seine Diversen, höchst unterschiedlichen Projekte zum Vorschein. Neben Büchern und Hörbüchern im Bereich der Computerliteratur, aber auch der Belletristik, entwickelt er Animationen für das Kinderfernsehen und im Medizinischen Bereich wie die Visualisierungstechniken im unteren Bauchraum, wofür er auch eine Auszeichnung erhält. Im Jahre 2009 erhält er den Deutschen Hörbuchpreis für "Die Stammheim-Bänder", nachdem er per Zufall bei seiner Arbeit für das Archivradio des ARDs Tonbandprotokolle aus den Stammheim-Prozessen im Fall RAF entdeckt. Außerdem entwickelte und produzierte Schönherr eine vierteilige Computer-Krimiserie mit dem Titel "Sticks auf den Tisch!" für den Deutschlandfunk.



Die Stammheim-Bänder:



Die Stammheimbänder sind als Hörbuch erhältlich. Die Tonbänder wurden von Maximilian Schönherr herausgegeben, der vorwiegend für den ARD-Hörfunk und als Journalist fungiert. Die Tonbänder lagen 30 Jahre lang im Ludwigsburger Staatsarchiv und sind eine Auswahl der stammheimer Prozesse gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Inhaltlich ist der gesamte Prozess vertreten, von den Misstrauensanträgen der Verteidigung, den Sondergesetzen und der Versuch der Angeklagten, ein Tribunal gegen die Isolationshaft und den Vietnamkrieg zu erschaffen. In den Aufnahmen sind die hochaggressiven Wortwechsel und die manchmal cholerisch wirkenden Wutausbrüche Otto Schillys gut zu hören. Auch ein minutenlanger Wortschwall von Andreas Baader, indem er sich über den kapitalistischen Imperialismus heftig auslässt beinhaltet das Hörbuch. Besondere Momente der CD sind etwa der Angriff eines Kronzeugen auf den Richter, der aber in seiner schwäbischen Gelassenheit die Ordnung aufrecht erhält und sich auf keine Diskussionen einlässt. An manchen Sequenzen ist auch nur noch Geschrei im Gerichtssaal zuhören. Diese Stellen bleiben besonders im Gedächtnis hängen. Aber der Mitte des Hörbuches bemerkt man allerdings die Aussichtslosigkeit und den merkwürdigen Aberwitz an dieser ganzen Situation. Nichts desto trotz fesselt das Hörbuch bis zum Schluss und lässt den Hörer nicht mehr los. Die Stammheimbänder sind für die deutsche Historie sehr wichtig und außerdem ein politischer Hammer.

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