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Reise ans Ende der Nacht von L-F. Céline
Louis-Ferdinand Céline:
Der französische Schriftsteller und Arzt Louis-Ferdinand Céline wurde am 27. 04. 1894 unter dem Namen Louis-Ferdinand Destouches in Courbevoie geboren. Er wuchs als Sohn eines Buchhalters unter ärmlichen Verhältnissen in Paris auf, trat, nachdem er das Gymnasium absolviert hatte, 1912 seinen Wehrdienst an und wurde nach schweren Verwundungen, die er sich im Zweiten Weltkrieg zugezogen hatte, 1914 für dienstuntauglich erklärt. Nachdem er kurze Zeit bei der französischen Botschaft in London gearbeitet und einen Aufenthalt in Kamerun beendet hatte, begann er 1918 in Rennes Medizin mit Schwerpunkt Hygiene- und Seuchenmedizin zu studieren und beendete sein Studium erfolgreich im Jahr 1924. Seine Arbeit beim Völkerbund ließ den Arzt unter Anderem nach Liverpool und in die USA, Afrika, Kuba, Kanada und das Rheinland reisen.
Diese Reisen verarbeitete er unter dem Pseudonym Louis-Ferdinand Céline in dem Roman Reise ans Ende der Nacht, dessen Veröffentlichung 1932 ihn jäh zu einem weltberühmten Schriftsteller werden ließ und ihn bis heute zu einem der bedeutendsten französischen Romanschriftsteller machte. Der Roman polarisiert durch seinen ungewohnt umgangssprachlichen Schreibstil und unverblümte Gesellschaftskritik.
Der Folgeroman Tod auf Kredit war jedoch weitaus weniger erfolgreich. Die Veröffentlichung mehrerer antisemitischer Schriften zum Ende der 1930er Jahre brachten dem Schriftsteller einen zweifelhaften Ruf als Faschist ein und den Hass seiner Landsleute ein. Bei einem Prozess wegen Vaterlandsverrats wurde er zum Tode verurteilt, jedoch 1951 begnadigt.
Louis-Ferdinand Céline veröffentlichte noch zwei weitere Romane und starb am 01. 07. 1961 in Meudon, am gleichen Tag, an dem er das Manuskript seines letzten posthum veröffentlichten Romans Rigodon vervollständigt hatte.
Reise ans Ende der Nacht:
Der Roman "Reise ans Ende der Nacht" von Louis-Ferdinand Celine ist eine gebundene Ausgabe mit 670 Seiten. Der Orginaltitel lautet "Voyage au bout de la nuit". Der Roman erzählt von einem zwanzigjährigem Mann, Ferdinand Bardamu, der dem ersten Weltkrieg entkommt und ins Ausland reist um nach Paris zurückzukehren. In Paris studiert Ferdinand Bardamu Medizin und schlägt sich als Armenarzt durch. Schließlich wird er nach einer langen Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung Leiter. Die Gestalt des Léon Robinson verleiht den entstehenden Handlungen immer mehrere entscheidende Wendungen. Es gibt keine genannten Gründe weswegen Ferdinand Bardamu in die französische Kolonie in Afrika gelangt. Als Bardamu die französiche Kolonie in Afrika schließlich verlassen will, kommt er als Galeeerensklaven auf ein Schiff, das quer durch, nach New York schiffert. Ungefähr in der Mitte des Roman "Reise ans Ende der Nacht" finden wir Ferdinand Bardamu in Frankreich wieder. Den Roman muss man wohl als Warnung vor einem solchen Leben verstehen. Ein Leben, das aus großer Verzweiflung besteht. Das Buch von Louis-Ferdinand Celine hat viel Stärken und Schwächen, oft werden viele Einzelheiten lange geschildert. Vieles wirkt daher oft schon teilweise langweilig. Jedoch sind viel Textpassagen wunderschön geschrieben und gut zu lesen. Ein absoluter Klassiker mit viel Stil.