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Hörbücher sind eine wahre Alternative
Bei einem Hörbuch hat man keine Bilder, sondern nur die Erzählung. Viele kennen Hörbücher von Ihren Kindern. Die meisten Kinder hören Hörspiele, wie Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg, TKKG, Fünf Freunde, Drei Fragezeichen und viele mehr. Früher gab es diese Geschichten für Kinder auf Kassette, dann auf CD und mittlerweile als MP3.
Das erste Hörspiel heißt: Die Beschießung von Paris. Zu hören ist Marschmusik und damals übliche Kampfgeräusche, sowie militärische Komandos. Das ganze Hörspiel ist nur zwei Minuten lang. Aber es ist auch aus dem Jahre 1890. Also für damalige Verhältnisse eine beachtliche Leistung. Diese Idee wurde von Blindenbüchereien 1954, damals zu erst in Marburg wieder aufgegriffen. Den Menschen, die an Altersblindheit leiden haben die Blindenschrift meist nicht erlernt und nicht jeder kommt mit der Blindenschrift so gut klar, dass er Bücher lesen kann oder möchte. Die Hörbücher boten sich da als Alternative an. In den 20er Jahren stieg das Interesse an Tonaufzeichnungen. Der Film wurde erfunden und das Radio kam auf. Außerdem wurde in den 20er Jahren auch der Phonograph entwickelt. Mit ihm kamen die ersten verkaufsfähigen Schallplatten auf. Die Schallplatten waren der Durchbruch, denn nun konnte man nach eigenen Wünschen Musik oder Dichterlesungen in den eigenen vier Wänden hören. Die Schallplattenfirmen nahmen nicht nur Musiker unter Vertrag, sondern auch Schriftsteller und Kabarettisten. Die Fangemeinde der Schallplatten stieg. Eine Dichterlesung ist zwar im weitesten Sinne auch ein Hörbuch, aber durch das immer größer werdende Publikum wollte man etwas bieten. So entstanden in den 50er Jahren die ersten Hörbücher, die Deutsche Grammophon produzierte Klassiker, wie Goethes Faust, Schillers Kabale und Liebe, Hugo Hofmannsthal Jedermannoder oder Das letzte Band von Samuel Becketts. In den 70er Jahren kam es zu einer Zusammenarbeit mit den Rundfunkanstalten. So gab es jede Menge neues Material für weitere Hörbücher. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit waren finanziell nicht so sehr erfolgreich, aber sie bildeten einen wichtigen Grundstein für weitere Hörbücher. Außerdem wurde in dieser Zeit die bisher verwendete Langspielplatte von der Kassette abgelöst. Bisher werden die Hörbücher aber überwiegend von Blindenbüchereien vertrieben. Richtig durchstarten, das dauerte für die Hörbücher noch ein bisschen. In den 80er Jahren wurden erstmal die Hörspiele für Kinder erfolgreich. Bei Hörbüchern für Erwachsene dauert es noch ein bisschen. Der erste Erfolg kam Anfang der 90er mit einem Kriminalhörspiel vom WDR und dem Goldmann Verlag. Es hatte eine Auflage von 30.000 Stück. Es gab in den 90er Jahren noch weitere Fortschritte im Bereich des Hörbuches. Verschiedene Verlagen schlossen sich zum Hörverlag DHV mit Sitz in München zusammen. Im Jahre 2005 konnte der Hörverlag mit einem Umsatz von 16 Millionen Euro aufwarten. Lange liefen Hörbücher aufgrund fehlendem Werbeetats nur so nebenher. Aufwendigere Produktionen kamen nur gelegentlich von den Rundfunksendern. Bisher wurden die Hörbücher von den Plattenverlagen vermarktet. Mit der steigenden Beliebtheit übernehmen nun die Verlage die Vermarktung. Es gibt nun immer mehr und immer bessere Produktionen. Sehr viele davon heutzutage bereits auf MP3. Diese kann man sich superleicht und relativ günstig im Internet runterladen.